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META COMMUNITY – FAQ




1. ALLGEMEIN


Wie gründet sich jetzt die Meta Community?

Wir suchen nach 52 Communitys in ganz Deutschland, die sich vernetzen und die Notwendigkeit sehen, so ein Projekt durchzuführen und Lust haben auf die gemeinsamen Vorteile. Wir wollen jeweils ein einwöchiges Musikfestival mit interdisziplinärem Austausch und antirassistischem, queerfeministischem und am Gemeinwohl orientierten Rahmen veranstalten. Dabei wollen wir uns gemeinsam untereinander austauschen und uns gegenseitig zu den Festivals einladen.


Wer kann überhaupt mitmachen?

Vorwiegend Musiker*innen, die professionell und außerhalb des Mainstreams arbeiten. Aber auch andere Künstler*innen aller Sparten, sowie Leute, die einfach nur Lust haben mitzuorganisieren und zu helfen, weil sie den gesellschaftlichen Mehrwert und Sinn eines solchen Festivals erkennen und einfach Lust haben, etwas mit Menschen zu machen.


Was ist eine Community?

Das ist die Gruppe an Leuten oder Freund*innen, die letzten Endes eines von 52 Festivals organisieren und durchführen. Z.B. können das 8 Musiker*innen sein, 4 Künstler*innen und 5 Supporter*innen. Oder 12 Musiker*innen, 3 Künstler*innen und 2 oder 10 Supporter*innen.


Wie groß sollte eine Community sein?

Um ein einwöchiges Festival mit möglichst viel Spaß und ohne zu große Strapazen für alle organisieren zu können, sollte die Community unserer Erfahrung nach bestenfalls etwa zwischen 15 und 20 Menschen bestehen. Supporter*innen oder Helfer*innen gibt es natürlich nie zu viel.


Wie divers muss eine Community selbst sein?

Wir wollen, dass insgesamt alle 52 Communitys zusammen ein diverses Abbild der Gesellschaft ergeben. Wir begrüßen, wenn eine Community in sich schon heterogen ist, wollen jedoch vermeiden, dass dies künstlich erzeugt werden muss. Daher wollen wir gern von vornherein bewusst diverse Communitys einladen und damit aus unserer eigenen vielleicht nicht so heterogenen sozialen „Bubble“ heraustreten.


Muss das Festival unbedingt eine Woche gehen?

Das Jahr hat 52 Wochen. Alle 52 Communitys sollen jeweils ein einwöchiges Festival machen. Das bedeutet also, dass das ganze Jahr über irgendwo in Deutschland ein Community-Festivaltag stattfindet, denn 52 x 7 = 364. Wir erschaffen damit auch in zeitlicher Hinsicht eine neue kulturelle Festivalstruktur in Deutschland. Das finden wir sehr gut! :)


Wie wichtig sind die genannten gemeinsamen Werte?

Sehr wichtig. Als gemeinsame Grundlage aller Festivals soll gelten, dass sie klar antirassistisch, queerfeministisch, nachhaltig und fair gestaltet werden. Es wird also keinerlei Diskriminierung geduldet, egal, ob es sich um Rassismus, Sexismus, Klassismus, Transphobie, Homophobie, Lookismus oder Altersdiskriminierung handelt. Wir empfinden also eine intersektionale Herangehensweise als notwendig. Außerdem soll eine gerechte Vergütung stattfinden.


Wie kann mensch sicherstellen, dass diese Werte dann auch umgesetzt werden?

Zunächst sollen alle (cis-männlichen) Community-Mitglieder an einem Antisexismus-Workshop und alle weißen Community-Mitglieder an einem Antirassismus-Workshop teilnehmen.


Was macht das Awareness-Team?

Ein professionelles Awareness-Team kann direkt am Einlass – im besten Fall mit den Gastgeber*innen – in ein paar Sätzen allen die „Hausregeln“ erklären. Außerdem kann es in Notfällen angemessen eingreifen und für alle eine angenehme, sichere Stimmung verbreiten.


Was bedeutet „im interdisziplinären Austausch“?

Es soll ein Musikfestival stattfinden, das aber auch andere Kunstarten inkludiert. D.h. neben Konzerten könnten z.B. eine Objekttheater- oder Tanzperformance stattfinden. Je nachdem, welche Leute noch in der Community sind. Je nach Räumlichkeit könnten auch Installationen und Ausstellungen stattfinden und es kann eine Licht-, Visual- und Flahmob-Crew geben.


Sollen überall Workshops, Vorträge und Flashmobs stattfinden?

Ja. Wir sind überzeugt, dass die Verbindung von Workshops und Flashmobs mit Musik und Kunst viele Menschen erreichen, verbinden und bilden kann. Vorträge können über intellektuelle Themen wie plurale Ökonomik oder partizipative Demokratie berichten. Workshops können gesellschaftliche Themen behandeln und z.B. mit dem Publikum Themen wie alltäglichen Sexismus bearbeiten oder einfach nur präsentieren, wie mensch den besten Ayran zu Hause machen kann. Flashmobs können performativ und interaktiv eine emanzipatorische Energie oder ein Wir-Gefühl hervorrufen und vor allem einfach nur Spaß machen.


Was meint ihr mit Workshops und Unterricht für Benachteiligte und Marginalisierte?

Manche Menschen haben wenig bis gar keinen Zugang zu Musik und Kunst,um diese zu erlernen. Sie sollen die Möglichkeit bekommen, während der Festivalwoche auf individuelle und diverse Art unterrichtet zu werden. Außerdem sind wir uns sicher, dass jede Community über Kontakte verfügt, z.B. befreundete Sozialarbeiter*innen, um diese Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen für das Festival zu erreichen


Und wer spielt dann überhaupt und wo?

Die Idee ist, dass sich die Musiker*innen und Künstler*innen der Communitys gegenseitig einladen. Man spielt also bei seinem eigenen Festival und wird ein paar Mal von anderen Festivals eingeladen.


Wie werden die Festival-Slots genau vergeben?

Ein Beispiel: Dein Festival hat 7 Tage lang jeweils 3 Slots, am Wochenende 5, also insgesamt 25 Slots. Eure Community besteht aus 12 Musiker*innen. Damit alle auf jeden Fall einmal, maximal zweimal selbst spielen benötigt ihr je nach Bandzusammenstellung 5 Slots. (Alle Bandmitglieder außerhalb der Community sollen genauso mithelfen, z.B. an einem anderen Tag an der Kasse).

Eure Community hat noch drei andere Künstler*innen, die eine Show aufführen wollen. Also bleiben noch 17 freie Slots. Vorwiegend sollen diese für die Musiker*innen und Künstler*innen der anderen 51 Communitys sein. Trotzdem sollen auch ein paar Slots für andere Artists außerhalb der Meta Community vorhanden sein - gemäß dem Motto: alle organisieren, alle spielen, alle laden ein.


Wie kann mensch gewährleisten, dass alle gleich oft spielen?

Wir wollen eine Online-Tabelle mit allen Musiker*innen und Künstler*innen anlegen, in der wir einsehen können , wer schon wie oft gespielt hat bzw. gebookt ist. Schätzungsweise werden nicht alle ganz genau gleich oft spielen können. Aber je nach Lage und Besetzung der Communitys, könnte man ein Limit von z.B. fünf Auftritten pro Jahr festlegen und ein Minimum von zwei Auftritten.


Wo kann ein Festival stattfinden?

Im besten Fall an einem Ort, der schon eine gewisse Infrastruktur, ein aufgeschlossenes Stammpublikum hat und dieselben Werte vertritt. Gleichzeitig soll es überall möglich sein, auch auf dem Land und nicht nur in den Großstädten.


Wie erreichen wir ein diverses Publikum?

- unserer Erfahrung nach durch: interdisziplinären Austausch, eine halbwegs heterogene Community, einen Ort mit neugierigem Stammpublikum, einer Werbung in Richtung von Menschen, die offen für etwas Neues sind, verschiedene Helfer*innen und deren Freundeskreise, ein diverses Line-Up ,die offensive Suche nach Menschen, die sonst nicht unbedingt zu so einer Veranstaltung kommen würden, Flyer Verteilung auf der Straße, Plakate, Werbung in Sozialen Medien, diversen (Online-) Zeitschriften, Interviews im Vorhinein u.a.


Wie individuell sind dann die Festivals?

Wichtig sind die gemeinsamen Werte, die Rahmenbedingungen wie Awareness-Team, Workshops, interdisziplinärer Austausch, die Ansprache eines diversen Publikums sowie eine gerechte Vergabe der Slots. Von da aus soll jede Community ihr eigenes Festival unbedingt ganz individuell gestalten. So können wir auch voneinander lernen.


Ist Wettstreit in der Musik nicht auch von Vorteil?

Vielleicht entwickelt sich die Musik auch durch einen gesunden Wettstreit stetig weiter. Das mag sein. Allerdings sehen wir deutliche Nachteile, wenn es darum geht, wer wie oft die Gelegenheit erhält, überhaupt zu spielen. Dem wollen wir hier deutlich entgegen wirken. In der Regel spielen nicht nur die Artists, die sich durch den Wettstreit als „am besten“ heraus gestellt haben, sondern oftmals die, die zufällig die „richtige“ Herkunft, das entsprechend unterstützende Elternhaus sowie Zugang zu Unterricht, Fördergeldern sowie Kontakte zum Musikbusiness hatten. Es gibt in Wirklichkeit keine Chancengleichheit.

Können Communitys nicht auch Probleme mit sich bringen? Wenn Menschen miteinander zu tun haben, können immer Probleme entstehen, egal, in welchem Kontext. Und doch sehen wir extreme Vorteile und eine viel größere Wirkungsmacht in vernetzten Communitys als in den endlosen individuellen Einzelkämpfen. Wir wollen unsere Kontakte und unser Wissen austauschen und teilen und so ohne Wettstreit mit einem Gemeinwohlsinn weiter kommen.

Was passiert, wenn sich alle Communitys gefunden haben?

Dann werden wir uns als eine gemeinsame Stimme mit allen gemeinsamen Kontakten an die bundesweiten, aber auch regionalen Förderinstitutionen wenden, um unser Konzept so weiterzuentwickeln, dass wir anschließend vorbereitet auf Politiker*innen und das Bundesministerium für Kultur und Medien zugehen können. Wir können dann sagen: „Schaut her, das ist unser Konzept, wir sind alle schon vernetzt und sitzen in den Startlöchern. Wir brauchen jetzt eure finanzielle Unterstützung und können sofort loslegen mit einem kulturellen Großprojekt zur Stärkung unserer Demokratie.“


Wie soll das genau finanziert werden?

Das haben wir in unserer ausführlichen Beschreibung genauer erklärt. Ziel ist es, eine langfristige, institutionelle Förderung für die 52 Festivals zu bekommen. Der genaue Finanzplan wird noch erstellt. Wir rechnen aber mit ca. 100.000 € oder mehr pro Festival, um alle Arbeiten angemessen und gerecht bezahlen zu können.


Wer profitiert am Schluss eigentlich dann davon?

Alle. Das Projekt kann neue Synergien schaffen, einen Beitrag zur Stärkung unserer Demokratie leisten, einen größeren Austausch von Menschen hervorbringen und der Spaltung der Gesellschaft entgegen wirken. Außerdem entsteht etwas von Menschen für Menschen Kreiertes, ein Zusammenhaltsgefühl, Respekt, Austausch, Zugehörigkeit, Wohlwollen, Inklusion, wobei Interesse und Spaß oben anstehen! Und zu guter Letzt gibt es endlos mega gute MUSIK und KULTUR !!! :)



2. MITMACHEN KONKRET


Wie kann ich jetzt genau mitmachen?

Überlege dir, mit wem du gerne eine Community sein würdest. Hast du schon eine? Oder willst du eine neue Gründen? Oder willst du einer bestehenden oder einer sich gerade neu gründenden Community beitreten? Dann geht es ans Vernetzen (siehe unten).


Wie kommunizieren und vernetzen sich die Communitys?

Zunächst veranstalten wir regelmäßige Treffen in Berlin, alle Interessierten können teilnehmen. Sobald wir bundesweit kommunizieren, werden wir Videokonferenzen nutzen. Dazu braucht es ein oder zwei Ansprechpersonen pro Community. Wir wollen so wenig Hierarchien wie möglich, also bottom up. Trotzdem muss es eine organisatorische Zentrale geben, das sind zunächst wir Initiator*innen. Schnellst möglich wollen wir aber ein paar professionelle Organisator*innen einstellen - solange es noch kein Geld vom Staat gibt, mit kleinen Beiträgen aller Community-Mitglieder. Z.B. 52 Communitys mit ca. 20 Mitgliedern sind ca. 1000 Menschen. Alle, die ein wenig Geld übrig haben können, z.B. 10 oder 20 € in einen Topf schmeißen, aus dem die Organisator*innen von Anfang an fair bezahlt werden können.


Wie arbeiten die Communitys dann weiter?

Wir wollen für verschiedene Arbeitsbereiche verschiedene Subgruppen oder Gremien bilden: z.B. Finanzplan erstellen, Diversitätsbeauftragte,gemeinsame Grundlagen für die Festivals festlegen, Grafiken, Flyer erstellen, weitere Fakten sammeln u.a.


Was passiert, wenn wir nicht alle Communitys finden oder es keine Förderung geben wird?

Wir sind extrem optimistisch, alle Communitys in den nächsten Monaten zu finden. Wenn das Geld nächstes Jahr noch nicht zur Verfügung gestellt werden sollte, können alle Communitys, die sich bis dahin gefunden haben, versuchen, mit regionalen bzw. einzelnen Förderungen ihr Festival zu realisieren. Alternativ werden wir uns an Menschen mit hohem Vermögen wenden und versuchen, sie von dem Projekt zu überzeugen.


Wo kann ich mich melden und wo finde ich euren ausführlichen Aufruf?

Schaue hier nach: www.subwaterbeats.de/meta Oder schreibe an: meta@subwaterbeats.de



3. AUSSICHT/ RÜCKBLICK


Was ist euer Antrieb?

Einige von uns haben selbst schon ähnliche Festivals durchgeführt und wir können den Mehrwert für alle darin sehen, das Projekt jetzt auf eine breitere und höhere Ebene zu bringen. Außerdem sind wir inspiriert von dem Tatendrang von FFF, BLM, XR, Ende Gelände, Seebrücke, The Ocean Clean Up und anderen Initiativen. Wir empfinden eine hohe Dringlichkeit, auf ganz vielen Ebenen strukturelle Veränderungen herbeizuführen. Außerdem haben wir Lust auf Menschen, Gespräche, endlosen Spaß und vor allem Taten.


LET'S UNITE, JOIN OUR MOVEMENT!


Wie waren eure bisherigen Veranstaltungen?
Sehr schön, aber noch nicht gut genug. Wir wollen bessere Werte vertreten als bisher. Hier trotzdem zwei Statements von Besucher*innen:


Nadin Deventer (Kuratorin des Jazzfest Berlin) about the festival 2018: "When I visited the Kulturrabazzz in Dresden, I was immersed in a lovingly designed, sparkling universe full of creativity, hospitality, exciting music and encounters; a place characterized by curiosity, openness and exchange, where the community spirit was omnipresent."


Jim Black (weltweit tourender Musiker aus New York) über das Kulturrabazzz Festival 2020 in Dresden: „A fantastic evening of sound, light, music, conversation, real connection. They are making a new type of contemporary folk music by the living one, one what addresses what‘s happening now… It‘s a beacon of inspiration. They not only dream of what‘s possible, they actually turn these ideas and inspirations into tensible realities, that we can all take part in, … a completely immersive experience. I wish something like that would happen every week in my community.“




Weitere Fragen?

Schicke uns deine Frage an meta@subwaterbeats.de und wir können sie mit in die FAQ aufnehmen. Danke für dein Feedback!